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Die Geschichte des Irish Dance wird vielfältig interpretiert. Einig sind sich jedoch die meisten Verfasser über die Einschätzung, dass in der Mitte des 18. Jahrhunderts der Siegeszug durch Wanderlehrer in Irland begann. Die Wurzeln sind selbstverständlich älter - ohne Frage. Um nicht eine neue Geschichte des Irish Dance zu schreiben, zitieren wir vorerst die erhältlichen Quellen. Die freie Online - Enzyklopädie WIKIPEDIA veröffentlicht am 30. März 2009 diesen Text:

Wahrscheinlich sollte die geschichtliche Einführung bei den Völkern der Kelten, beginnen. Es gibt nur vage Berichte über den Ursprung des Irish Dance, doch einige Belege sprechen dafür, dass zu ihren ersten Ausführenden die Druiden gehörten, die in religiösen Ritualen tanzten. Spuren ihrer Kreistänze überlebten in den heutigen Rund- oder Ringtänzen. Es gilt als sicher, dass ein Aspekt des keltischen Soziallebens Musik und Tanz war. Die Geschichte zeichnet eine Vielfalt von Tänzen, getanzt von Iren, Mitte des 15. Jahrhunderts auf. Drei Haupttänze werden oft erwähnt: „Rince fada“ oder „Fading“, bei dem zwei Reihen von Partnern sich gegenüber stehen, „The Irish Hey“, wahrscheinlich ein Rund- oder Figurentanz, und „The Trenchmores“, der als ein großer „Freiform“ Country Dance beschrieben wird. Während der Mitte des 16. Jahrhunderts, wurden Tänze in den Hallen der neu erbauten Schlösser aufgeführt. Einige dieser Tänze wurden von den englischen Invasoren des Jahrhunderts angenommen und an den Hof Königin Elisabeth I. gebracht. Großen Einfluss auf den irischen Tanz und die irische Kultur hatte das Erscheinen der „Dance Master“ um 1750. Diese waren wandernde Tanzlehrer, die in einem Distrikt von Dorf zu Dorf reisten und der Landbevölkerung das Tanzen beibrachten. Gruppentänze wurden von diesen Meistern erfunden, deren Standard sehr hoch war. Solotänze wurden in sehr hohem Ansehen gehalten und oft wurden Türen aus ihren Angeln genommen und auf den Boden gelegt, damit der Solist darauf tanzen konnte. Jeder „Dance Master“ hatte seinen eigenen Bezirk und griff nie über auf das Gebiet eines anderen „Masters“. Wenn „Dance Master“ sich auf einem großen Markt trafen, forderten sie sich zu einem öffentlichen Wettkampf heraus (die ersten Wettbewerbe – „Feis“ oder Mehrzahl „feiseanna“ genannt – waren geboren). Jeder „Dance Master“ hatte ein Repertoire an Schritten und kreierte von Zeit zu Zeit neue, sodass der Gewinner dieser öffentlichen Wettstreite der mit den meisten Schritten war. Die moderne Periode begann 1893 als die „Gaelic League“ gegründet wurde. Diese Gruppe ermutigte das Wiedererwachen irischer Kultur, einer Kultur die die Briten über Jahrhunderte unterdrückt hatten. Das erste Céilí fand 1897 in London statt, wo die heute so beliebten „Céilí-“ oder „Figure Dances“ ihre Einführung bei einem größeren Publikum hatten. Das irische Wort „Céilí“ bezog sich ursprünglich auf eine Zusammenkunft von Nachbarn in einem Haus, um eine lustige Zeit mit Musik Spielen, Tanzen und Geschichten Erzählen zu verbringen. Heutzutage bezieht es sich auf einen informellen Tanzabend, bei dem Alt und Jung sich zusammen an Gruppentänzen erfreuen. Das Céilí lässt sich bis auf Zeiten vor der großen Hungersnot zurückverfolgen, als „Tanzen an der Wegkreuzung“ (Dancing at cross roads) ein populärer ländlicher Zeitvertreib war. 1902 wurde das "Handbook of Irish Dances" von O’Keeffe und O'Brien herausgegeben das die Vielfalt der irischen Tänze beschreibt. Ein Großteil der beschriebenen Tänze wurde später von der irischen Tanzkommission als Céilítänze übernommen. 1929 wurde die Irische Tanzkommission (An Cóimisiún lé rínci’ Gaelacha) gegründet, um Regeln für Unterricht, Werten und Wettbewerbe zu etablieren. Das Anliegen der Kommission war eine Standardisierung von zu vielen lokalen Unterschieden in Tanz, Musik, Kostümen und Regeln der Wettbewerbe. Die Kostüme der heutigen Tänzer greifen die Kleidung der Vergangenheit auf, auch wenn die Designs immer moderner werden, mit Glitzer und leichteren Stoffen. Ursprünglich basieren die Trachten der Mädchen auf den Kleidern der Landfrauen, die 200 Jahre zuvor getragen wurden. Verziert sind diese Kleider lange Zeit mit handgestickten neokeltischen Motiven gewesen, heutzutage sehen die Kleider immer weniger traditionell aus, was an den auffälligen Farben und neuen Stoffen liegt. Dazu werden "Poodle Socks" (weiße Strümpfe, die ca. bis zur Mitte der Waden gehen) und von erwachsenen Frauen auch schwarze Strumpfhosen getragen. Dazu trägt "frau" oft eine lockige Perücke oder ein Haarteil (wig). Sehr selten werden die Haare im natürlichen Zustand getragen. Die Kleidung, die von Jungen und Männern getragen wird, ist etwas schlichter aber scheint zeitlichen und/oder regionalen Moden unterworfen gewesen zu sein. Auf den ältesten Fotos (1902) tragen die Männer lange Hosen oder Kniebundhosen und später einen einfarbigen Kilt mit dazu passenden Kniestrümpfen und einem Jackett. Erst die bekannten Tanzshows nahmen auf das Kostüm Einfluss, sodass heute die meisten Männer wieder schwarze Hosen tragen. Männliche und weibliche Tänzer tragen heutzutage Hardshoes (auch "Heavies", "Hornpipes" genannt) und Softshoes ähnlich den Balletschläppchen.

Bei irish-net.de finden wir diese Beschreibung:

Der Ursprung des Irish Dance lässt sich nicht eindeutig klären, der Tanz ist ein Ausdrucksmittel seit den Anfängen der Menschheit. Sicher ist, dass auch rituelle Tänze einen Einfluss hatten, ebenso wie „Tanzimporte“ aus der Bretagne, aus Schottland, von den Wikingern, den Normannen und natürlich in der neueren Zeit aus allen anderen Kulturbereichen, mit denen die Iren in Verbindung stehen. Irish Dance ist vom einfachen Volk geprägt. Die Menschen tanzten nach getaner Arbeit auf dem Feld oder im Winter in der ausgeräumten Küche, um die Sorgen des Alltags zu vergessen. Dance-Masters, fahrende Tanzlehrer, zogen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts durch Irland und brachten der Landbevölkerung einfache Tänze bei. Den jungen Leuten wurde das bald langweilig und sie erfanden immer neue Figuren und Tänze, die dann im Wettbewerb gegeneinander getanzt wurden. Alle Tänze basieren noch heute auf der traditionellen Rhythmen der irischen Musik mit Reels, Jigs und Hornpipes, die als Set mit 8 Personen, als Ceili mit beliebig vielen Tänzern oder als Solotänze getanzt werden.
 

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